BÜRGERBRIEF DER GEMEINDE

Die Gemeinde gibt in unregelmäßigen Abständen einen Bürgerbrief heraus. Auf dieser Seite können Sie den zuletzt erschienenen Bürgerbrief herunterladen und im Archiv auf ältere Ausgaben zurückgreifen.

Aktueller Bürgerbrief

Herausgegeben am 14.09.2017
Gemeinde Landsberied

Bürgerbrief

Landsberied, im September 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe, Sie sind alle wohlbehalten und erholt aus dem Urlaub zurückgekehrt bzw. haben schöne Sommertage zu Hause verbracht. Kurz vor der Sommerpause wurden im Gemeinderat noch einige wichtige Beschlüsse gefasst, über die ich Sie gerne informieren möchte:

Einseitige Haltverbote in der Kirchstraße, Dorfstraße und Schloßbergstraße

Durch mehr Fahrzeuge pro Einwohner, mehr Einwohner durch Nachverdichtung in der Wohnbebauung, Veränderung der Einwohnerstruktur, Veränderung der Parkgewohnheiten der Bewohner, Zweckentfremdung von Garagen, höheren Taktung im Buslinienverkehr und breitere landwirtschaftliche Arbeitsgeräte hat sich die Situation auf den Straßen im Ortsgebiet von Landsberied und Babenried im Laufe der Jahre sehr verändert.

Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit der Straßenverkehrsbehörde der VG Mammendorf und der Polizei ist festgestellt worden, dass es insbesondere in den leistungsfähigen Verkehrsstraßen gehäuft zu Konflikten zwischen ruhenden und fließenden Verkehr kommt. Ebenso haben sich sowohl der Pfarrverband Grafrath-Schöngeising, als auch der Ortsverband Landsberied des Bayerischen Bauernverbandes, aus verschiedenen Gründen wegen der Behinderung des Verkehrs durch parkende Autos in der Gemeinde, an den Gemeinderat gewandt.

Der Gemeinderat beschloss deshalb vor der Sommerpause, jeweils ein einseitiges Haltverbot in der Dorfstraße, Kirchstraße und Schloßbergstraße. In der Kirchstraße läuft das Halteverbot von der Kriegerdenkmalkreuzung an der südlichen Seite bis zur Einfahrt Kirchenweg und wechselt dann auf die nördliche Seite bis zur Einmündung der Brucker Straße. In der Schloßbergstraße wird es auf der südlichen Seite von Hausnummer 10 bis zum Ende der Oberlacha ausgewiesen und entlang der gesamten Dorfstraße an der westlichen Seite. In der Dorfstraße bitte ich noch zu bedenken, dass auch an der gegenüberliegenden Seite an der Bushaltestelle jeweils 15 m vor und nach dem Haltestellenschild grundsätzlich nicht geparkt werden darf.

Eine Politesse der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck wird in unregelmäßigen Abständen bzw. auf Anforderung künftig auch in Landsberied die Einhaltung der Halteverbote überprüfen.

Mir und dem Gemeinderat ist bewusst, dass diese Halteverbote für manche Anlieger eine Einschränkung bedeuten. Jedoch blieb uns aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Jahre keine andere Möglichkeit, das Durchkommen der Busse, LkW‘s und landwirtschaftlichen Maschinen zu gewährleisten.

Ob die Maßnahmen zu einer Verlagerung der parkenden Fahrzeuge in angrenzende Straßen führt wird aufmerksam beobachtet und ggf.zu weiteren Maßnahmen führen.

Idealerweise werden Privatfahrzeuge auf dem eigenen Grundstück abgestellt, wofür auch der von der Gemeinde per Satzung geforderte Stellplatzschlüssel beitragen soll. Jedoch haben wir leider keine Möglichkeit, bei einer Zweckentfremdung der Garagen und Carports einzugreifen. Hier kann ich nur an die Verantwortung jedes Einzelnen appellieren, sich zu überlegen, ob sein Auto wirklich unbedingt auf der Straße stehen muss. Da es in Landsberied keine Gehwege gibt sind Fußgänger gezwungen, an den parkenden Autos weiter in der Fahrbahn zu gehen und nicht am Straßenrand. Insbesondere für unsere Kinder bedeutet dies ein höheres Risiko.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis, Ihre Unterstützung und die Einhaltung der neuen Regelungen.

Gemeindliches Bauvorhaben in Babenried

Mit der Überplanung des gemeindlichen Grundstückes will die Gemeinde für das vorhandene und nicht mehr sanierungsfähige Gebäude schnellstmöglich im hinteren Grundstücksbereich einen Ersatzbau schaffen. Im Bebauungsplan ist auf der verbleibenden Fläche ein weiteres Gebäude vorgesehen, welches ebenfalls zu Wohnzwecken und / oder für soziale Zwecke genutzt werden soll. In den letzten Bürgerversammlungen habe ich hierüber bereits informiert.

Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat bereits Anfang 2016 grundsätzlich entschieden, hierfür einen Bebauungsplan aufzustellen. Der Aufstellungsbeschluss wurde bei der Vorstellung des Entwurfes am 15.02.2017 gefasst. Derzeit läuft die 2. Auslegung des Planes. Sobald er rechtskräftig ist, kann mit den eigentlichen Planungen begonnen werden. Die Vergabe der Wohnung soll an die beiden bestehenden Einwohner des Grundstückes und vsl. an Gemeindebürger mit einfachem oder mittlerem Einkommen oder Mitarbeiter der Gemeinde erfolgen.

Fürs erste plant die Gemeinde nur das kleinere westliche Gebäude mit Erd- und Dachgeschoß, welches 5 Wohneinheiten von 1,5 bis 3 Zimmern mit einer maximalen Größe von 75 m² enthält. Das Vorhaben soll durch den „Wohnungspakt Bayern“ gefördert werden. Anschließend wird das alte Gebäude abgerissen. Wann und für welche Nutzung das vordere Gebäude verwirklicht wird, ist derzeit noch völlig offen.

Bereits im Frühjahr in der Bürgerversammlung und auch im Rahmen der 1. Auslegung des Bebauungsplanes kam es zu einer Vielzahl von Bürgereinwänden gegen das Vorhaben. Insbesondere wurde die Anzahl der geplanten Stellplätze, der Umfang der Bebauung, Immissions- und Verkehrsproblematiken angesprochen, sowie der Umgang mit vermuteten Bodendenkmälern.

Im Rahmen der Abwägung der Einwände wurde festgestellt, dass in Babenried bei einzelnen Grundstücken, bei einer geringeren Grundstücksgröße und gleichzeitiger Bebauung mit 2 Vollgeschossen, eine teilweise deutlich höhere Geschoßflächenzahl (GFZ) mit Werten zwischen 0,56 und 0,60 vorhanden ist. Im geplanten Bereich ergibt sich rechnerisch eine GFZ von 0,46. Es ist geplant, das Grundstück einer Wohnbebauung zuzuführen, so wie die umliegenden Grundstücke im Bereich von Babenried ebenfalls mit Wohnhäusern bebaut sind. Es ist deshalb nicht ganz nachzuvollziehen, inwiefern sich Wohnnutzungen gegenseitig stören sollen. Im ursprünglichen Entwurf waren 15 Stellplätze (inkl. 2 Garagen) sowie 4 Stellplätze für die Kirche vorgesehen. Aufgrund der Stellplätze werden nun insgesamt 22 Stellplätze inkl. Garagen festgesetzt, wofür nach Rücksprache mit der Kirchenverwaltung nur noch 1 Stellplatz für die Kirche reserviert ist. Dies entspricht auch der gemeindlichen Stellplatzsatzung.

Dieser Stellplatzschlüssel kommt zum Tragen, wenn im späteren Gebäude die festgesetzte Wohnbebauung mit max. 8 Wohneinheiten entsteht.

Sollte eine anderweitige soziale Nutzung oder weniger Wohneinheiten geplant werden, muss über die notwendigen Stellplätze erneut beraten werden, da dann evtl. andere gesetzl. Vorgaben zutreffen und entsprechend umgeplant werden muss.

In Bezug auf die angemeldeten Bedenken zu vermuteten Bodendenkmälern ist anzumerken, dass eine Bebauung in diesem Bereich ohne denkmalschutzrechtliche Erlaubnis nicht möglich ist. Um nicht bei Baubeginn durch evtl. Funde zeitlich eingeschränkt zu werden, wird bereits jetzt ein Archäologe beauftragt, der die Begutachtung der Fläche vornimmt und ggf. das weitere Vorgehen mit der Denkmalschutzbehörde abstimmt. Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn bereits bald mit Bodenarbeiten begonnen wird. Dies hat noch nichts mit dem späteren Bauvorhaben zu tun, sondern dient lediglich der Suche nach möglichen Bodendenkmälern.

In Zusammenhang mit den Planungen bedanke ich mich sehr herzlich bei den Vertretern der örtlichen Kirchenverwaltung für die sehr gute Zusammenarbeit. Die kath. Kirchenstiftung hat auf dem Grundstück ein Geh- und Fahrtrecht zur hinten liegenden Kirche und wurde deshalb in die Planungen immer mit einbezogen. In diesem Zusammenhang wurde auch versucht, für die Kirche möglichst wenige Beeinträchtigungen in Bezug auf Sicht und Zugang zu finden.

Neuer Betreiber für Skilift gesucht

Seit vielen Jahrzehnten gehört der kleine Schlepplift zu unserer Gemeinde. Viele Kinder und auch Erwachsene aus Landsberied und der näheren und weiteren Umgebung haben am „Fuiz“ in den letzten 40 Jahren die Grundlagen des Skifahrens gelernt. Der langjährige Betreiber muss aus Altersgründen den Betrieb im Anschluss an die kommende Saison abgeben. Er hat mich um Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger gebeten.

Zur vom TÜV abgenommenen und genehmigten Anlage zählen der komplette Skischlepplift, die Hütte und diverses Material. Eine Einarbeitung wäre im kommenden Winter möglich.

Interessenten melden sich bitte bei mir in der Gemeinde, ich gebe Ihnen dann die Kontaktdaten des Eigentümers weiter. Ich würde es sehr schade finden, wenn der Lift seinen Betrieb einstellt.

Alternative Fahrradroute nach Mammendorf

Leider lässt sich ein sicherer Fahrradweg entlang der Ortsverbindungsstraße von Landsberied über Eitelsried nach Mammendorf bzw. eine Verbreiterung der Fahrbahn nur sehr schwer verwirklichen, da ein Großteil der Strecke auf Mammendorfer Gemeindegebiet liegt. Dieses beginnt bereits ein ca. 250 m vor der Ortseinfahrt Eitelsried.

Um wenigsten eine alternative Route für Freizeitradler über gute Feldwege anbieten zu können, wurde die Gemeinde im vergangenen Jahr Mitglied im Erholungsflächenverein, zu dessen Aufgaben auch die Schaffung von beschilderten Freizeit- Rad- und Wanderwegen gehört. Von diesem Verein ist nun die Streckenführung ausgearbeitet und die Finanzierung der Beschilderung übernommen worden. Die Schilder werden in den nächsten Tagen angeliefert und anschließend von unserem Gemeindearbeiter angebracht.

Die Strecke führt von Landsberied über Aich in der Nähe des Windrades vorbei zur Freizeitanlage Mammendorf. Dieser Weg ist mit 6 km nur 1,9 km länger als auf der Ortsverbindungsstraße über Eitelsried. Ich würde mich freuen, wenn der Weg angenommen wird und wünsche Ihnen viel Spaß beim „Erradeln“.

Spritzdecken

Der Gemeinderat hat beschlossen, im südlichen Ortsgebiet einen Feldweg (offizielle Bezeichnung Schlagfeldweg) mit einer Spritzdecke zu versehen, da er im letzten Jahr bei ergiebigen Regenfällen stark ausgewaschen und sehr viel Wegebaumaterial in die angrenzenden Felder gespült wurde. Dies war auch der Grund, warum entlang des Radweges nach Schöngeising der Radstreifen mit Rasengittersteinen befestigt wurde. Wir hoffen, mit diesen Maßnahmen besser gegen Schäden bei den immer stärker eintretenden Regenschauern gewappnet zu sein. Ebenfalls wird der Feldweg entlang der Obstbaumwiese nördlich der Flurstraße mit einer Spritzdecke überzogen. Wann die Arbeiten genau stattfinden, hängt von der beauftragten Firma ab und ist derzeit noch nicht genau zu sagen.

Ebenso wird ein Teil der Grünbergstraße im Kreuzungsbereich Kohlstattweg mit einer Spritzdecke gegen weiteren Verschleiß gesichert. Diese Arbeiten sollten bereits erfolgen, die beauftragte Firma hat jedoch den vereinbarten Termin nicht wahrgenommen. Die betroffenen Anwohner werden von uns wieder informiert, sobald uns das Unternehmen den neuen Zeitpunkt mitteilt. In der Zeit der Arbeiten besteht ein Halteverbot und kurzfristig muss die Durchfahrt gesperrt werden.

Obstbäume am Straßenrand

Zur Erinnerung: Gerne können Sie das Obst der am Straßenrand oder auf der großen Obstbaumwiese nördlich der Flurstraße stehenden Obstbäume für private Zwecke ernten.

Zum Abschluss bedanke ich mich bei den örtlichen Verein zur Unterstützung beim Ferienprogramm sehr herzlich. Es sind auch heuer wieder attraktive und abwechslungsreiche Veranstaltungen für unsere Kinder angeboten worden.

Ich wünsche Ihnen einen goldenen Herbst und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihre

Andrea Schweitzer
1. Bürgermeisterin