DIE ENERGIEWENDE

.... wird nicht in Berlin oder München von den jeweiligen Regierungen gemacht, sondern von uns Bürgern, in jedem einzelnen Haushalt, auch in Landsberied.
Da Energie, die nicht verbraucht wird, auch nicht erzeugt werden muss, hat die Energieeinsparung einen sehr hohen Stellenwert für die Energiewende.

» Den umfangreiche Artikel zur Energiewende können Sie hier lesen.


Unsere Tipps von A bis Z

Beleuchtungsenergie sparen

Licht aus, wenn man es gerade nicht braucht. Sowohl Glühbirnen als auch moderne Leuchtstoffröhren leben genauso lange, wenn man sie öfter an- und ausschaltet.
Aber die Zukunft gehört eindeutig den LED-Leuchtmitteln! LED’s sind sehr lange haltbar (meist 10-20x länger wie eine Glühlampe) und noch sparsamer als Energiesparlampen. LED-Leuchtmittel gibt es für die meisten Sockelformen, so dass sie in jede vorhandene Leuchte eingesetzt werden können.

Deckel auf den Topf

Grundsätzlich sollte man kleine Portionen fertiger Speisen in der Mikrowelle erhitzen (falls vorhanden) und für alles andere Töpfe verwenden, welche die Herdplatte ganz bedecken und gut schlie-ßende Deckeln haben (verringert den Energieverbrauch um bis zu 25%).

Kampfansage der Zugluft

Viel Energie geht durch Zugluft an Fenstern und Türen verloren. Dichten Sie poröse und undichte Fenster und Türen mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen aus dem Baummarkt ab. Für Rollladenkästen gibt es ebenfalls Dämmmaterialien, mit denen man die „Hohlräume“ im Rollladenkasten auffüllt und zusätzliche Wärmedämmung erreicht. Die altbekannte Zugluft am Austritt des Rollladengurtes verhindert man mit einfach anzubringenden Gurtführungen, die über integrierte Bürsten die Zugluft verhindern.

Kühl- und Gefrierschränke in den Schatten stellen

Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte in kühler Umgebung auf. Kühlschrank oder Gefriertruhe nicht neben Heizung, Herd, Geschirrspüler oder Waschmaschine stellen. Die Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C spart ca. 3 % Strom bei Gefriergeräten und etwa 6 % bei Kühlgeräten. Stellen Sie nur bereits abgekühlte Lebensmittel in Kühl- und Gefriergeräte. Lassen Sie Gefrorenes im Kühlschrank auftauen.

Lüften, aber richtig

Auch in ausreichend beheizten Räumen sammelt sich nach und nach Feuchtigkeit an. Darum ist regelmäßiges Lüften in der Heizsaison unerlässlich, um die Feuchtigkeit in Wohnräumen zu verringern und eine gute Luftqualität zu gewährleisten. Dabei ist es wirksamer, mehrmals täglich die Fenster ganz zu öffnen und fünf Minuten kurz und kräftig durchzulüften („stoßlüften“), als sie dauerhaft gekippt zu lassen.

Raumtemperatur senken

Raumtemperatur „zimmer- und zeitgerecht“ einstellen über programmierbare Heizkörperthermostate (Einsparungen bis 10% der Kosten sind möglich!).
Jedes Grad Raumtemperatur weniger reduziert die Heizkostenrechnung um runde 5%. 

Stand-by Verbraucher überlisten

Bei
den meisten
Kommunikations- und
Unterhaltungsgeräten ist
der Stand-by-Zustand für den
Stromverbrauch
entscheidend. Durchschnittlich zehn Prozent des privaten Stromverbrauchs geht auf das Konto technischer Geräte im Stand-by. Das bedeutet für den Durchschnittshaushalt knapp 100 Euro unnötige Kostenbelastung pro Jahr.
Deshalb sollte man diese Geräte, werden sie gerade nicht gebraucht, vollständig vom Netz trennen, ob mit einer schaltbaren Steckerleiste oder durch Ziehen des Steckers am Netzteil. Das gilt auch für Ladegeräte für Telefone, mobile Endgeräte, Spielestationen u.ä..

Stromfresser entdecken

In jedem Haushalt ist der Stromverbrauch anders. Mit einem Energiemessgerät lassen sich auf einfache Art und Weise die Stromfresser in einem Haushalt identifizieren. Diese preiswerten Geräte werden einfach zwischen Steckdose und Energieverbraucher geschaltet. Um Stand-by-Verbraucher sinnvoll identifizieren zu können, muss das Messgerät bereits ab 0,5 W Leistung messen können.

Warmwasser nur bei Bedarf

Um Strom zu sparen sollte man Warmwasserspeicher während längerer Abwesenheit ganz abschalten. Im Normalfall kann man für wohnungsinterne Warmwasserspeicher auch eine Zeitschaltuhr einsetzen (z.B. über Nacht oder auch tagsüber, wenn man noch berufstätig ist), um Stand-by-Verluste zu begrenzen. Kleine Wassermengen (bis zu 1,5 Litern) werden am sinnvollsten in Wasserkochern erzeugt.

Wäschetrockner arbeitslos machen

Der energieeffizienteste Trockner ist die eigene Wäscheleine, im Garten, auf dem Balkon oder in einem dafür vorgesehenen und gut gelüfteten Kellerraum. Wenn Sie das nicht nutzen können, sollten Sie den Schleudergang Ihrer Waschmaschine mit der vom Waschgut her höchst zulässigen Drehzahl schleudern.

Wärmeverluste vermeiden

Wärmeverluste am Abend und in der Nacht vermindern durch Schließen von Fensterläden und Rollläden, da über die Fensterflächen viel Wärme nach außen abgestrahlt wird (Verbrauch sinkt um bis zu 20%). Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt.
Heizkörper nicht abdecken oder zustellen, da die erwärmte Luft sich sonst nicht im Raum verteilen kann. Das heißt: Möbel und Vorhänge gehören nicht vor Heizkörper und Thermostatventile

Energiesparcheck im Internet oder zuhause

Wer einen Internetzugang hat kann sich natürlich umfassend und ganz detailliert bei vielen Adressen informieren. Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte WEB-Seiten sind als herstellerneutral und kompetent anzusehen. Ein Beispiel: http://stromeffizienz.de. Hier kann man online einen Stromsparcheck durchführen und sich umfassende Broschüren mit Tipps und Hinweisen bestellen.
Gegen eine geringe Gebühr können Sie sich in Ihrer Wohnung/Ihrem Haus von einem Spezialisten der Verbraucherzentrale beraten lassen (http://verbraucherzentrale-energieberatung.de oder Telefon 0800-809 802 400): Basischeck für Mieter und Wohnungseigentümer und Gebäudecheck für Eigenheimbesitzer.

Ihre Gemeinde will Sie aber noch mehr unterstützen. Aktuelle Informationen und eine umfangreichere Unterlage zum Thema Energiesparen können Sie hier lesen und herunterladen.

Helmut Hoffmann
Referent für Umwelt und Energie