ENERGIE SPAREN IM PRIVATHAUSHALT

.... wird nicht in Berlin oder München von den jeweiligen Regierungen gemacht, sondern von uns Bürgern, in jedem einzelnen Haushalt, auch in Landsberied.

Da Energie die nicht verbraucht wird auch nicht erzeugt werden muss, hat die Energieeinsparung einen sehr hohen Stellenwert für die Energiewende. Anregungen und Hinweise zur privaten Energieeinsparungen sind vielfältig veröffentlicht und im Internet zu finden. Wir möchten Ihnen aber hier eine einfach zu lesende und verständliche Übersicht zur Verfügung stellen, die Sie in Ihrem Haushalt und nach eigenem Wunsch und Bedarf umsetzen können.

Im privaten Haushalt gibt es im Wesentlichen zum Stromsparen die Felder
  • Haushaltsgeräte
  • Unterhaltungselektronik
  • Beleuchtung
bei denen jeder von uns Energie sparen kann, ohne all zu große Geldausgaben für neue Technik und ohne auf eigene Bequemlichkeit verzichten zu müssen.

10 W im Dauerverbrauch einsparen bedeutet den Geldbeutel um 25 € im Jahr entlasten.
...... und es gibt viele 10 W-Sparpotentiale in unseren Haushalten.

Haushaltsgeräte sind sehr langlebige Anschaffungen, nicht selten sind sie ein Duzend und mehr Jahre in Betrieb. Der technische Fortschritt ist aber auch bei diesen Geräten sehr hoch, so dass es sich durchaus rechnet ältere Geräte jetzt zu ersetzen. Als Hilfsmittel zur Beurteilung des Energieverbrauches gibt es hier die Angaben zur Energieeffizienz.
Beim Gerätevergleich kann man dann recht schnell ermitteln, ob ein teures A+++ - Gerät wirtschaftlicher ist als ein A++ - Gerät oder das eigene vorhandene:
Unterschied des angegebenen Verbrauchs (statistischer Durchschnittswert je Jahr) x Nutzungsdauer (statistisch 13 Jahre); dagegen der Preisunterschied beim Kauf.

Stromeffiziente Geräte verbrauchen heute durchschnittlich etwa:
  • Kühlschrank: 70 kWh/Jahr
  • Gefrierschrank: 160 kWh/Jahr
  • Gefriertruhe: 120 kWh/Jahr
  • Geschirrspüler: 200 kWh/Jahr
  • Waschmaschine: 120 kWh/Jahr
  • Wäschetrockner: 170 kWh/Jahr
  • 39 Zoll (99 cm)-Fernseher: 65 kWh/Jahr
  • 46 Zoll (117 cm)-Fernseher: 90 kWh/Jahr

Warmwasser

Etwa 20 % aller Haushalte verwenden zur Warmwasserbereitung hauptsächlich Strom und setzen dazu elektrisch beheizte Speicher oder Durchlauferhitzer ein.
Um Strom zu sparen sollte man Warmwasserspeicher während längerer Abwesenheit, z.B. Urlaub, ganz abschalten. Im Normalfall kann man aber für wohnungsinterne Warmwasserspeicher auch eine Zeitschaltuhr einsetzen (z.B. über Nacht oder auch tagsüber, wenn man noch berufstätig ist), um Standby-Verluste zu begrenzen.

Wenn Sie bei elektronischen Durchlauferhitzern nur die Temperatur einstellen, die tatsächlich benö-tigt wird, entfällt ein Zumischen von Kaltwasser an der Zapfstelle. Damit vermeiden Sie unnötigen Strom- und Wasserverbrauch bis zum Erreichen der Wunschtemperatur.
Bei Warmwasserspeichern die Temperatur nicht zu hoch einstellen. In der Regel sind 60 °C völlig ausreichend. Meist entspricht dies der Stellung "E" auf dem Geräteregler. Eine Legionellen-Gefahr besteht bei dieser Temperatur nicht.

In Warmwasserspeichern wird eine bestimmte Menge Wasser erwärmt und für längere Zeit gespeichert. Auch wenn nur für wenige Minuten warmes Wasser benötigt wird, halten Speicher das Wasser rund um die Uhr warm - die Bereitschaftsverluste treiben den Stromverbrauch in die Höhe.

Durchlauferhitzer heizen kaltes Wasser unmittelbar während des Durchströmens auf. Warmes Wasser wird nur dann bereitgestellt, wenn es auch benötigt wird. Bei dieser Methode entfallen Bereitschaftsverluste, dafür ist eine hohe elektrische Leistung erforderlich. Deswegen benötigen Durchlauferhitzer (abgesehen von sehr kleinen Systemen) meist eine separate Stromzuleitung. Die Badewanne mit heißem Wasser aus dem Durchlauferhitzer
zu füllen, ist in der Tat Luxus. Die Geräte haben meist einen
Stromverbrauch zwischen 21-25 kW. Jede Minute, die so ein 
Gerät auf höchster Stufe läuft, verbrauchen sie fast eine halbe kWh Strom. Bei Durchlauferhitzern unterscheidet man außerdem zwischen hydraulischen und elektronischen Geräten. Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer ermöglichen eine exakte Temperaturvorwahl für die Warmwasserbereitstellung. Im Vergleich zu herkömmlichen hydraulischen Geräten sind sie energieeffizienter und komfortabler in der Anwendung.

Kleine Wassermengen (bis zu 1,5 Litern) werden am sinnvollsten in Wasserkochern erzeugt.

Wer sein Warmwasser mit der zentralen Heizanlage erzeugt kann auch Strom sparen. In den älteren Anlagen sind Umwälzpumpen eingebaut, die gegen die heute üblichen Pumpen einen 8 - 10-fach höheren Stromverbrauch haben. Ein Austausch macht sich schon nach kurzer Zeit bezahlt.


Kühl- und Gefrierschränke

Kühl- und Gefrierschränke gehören zu den größten Stromverbrauchern in Privathaushalten. 20 % des in europäischen Haushalten verbrauchten Stroms geht auf Kühl- und Gefrierschränke zurück. Dafür müssen EU-weit allein 20 Großkraftwerke arbeiten und Strom erzeugen.

In einem Single-Haushalt reicht normalerweise ein Kühlschrank mit 100 bis 140 Liter Nutzinhalt. Bei einer vierköpfigen Familie rechnet man mit rund 50 Litern pro Person. Wem ein Dreisternefach im Kühlschrank nicht ausreicht, sollte sich einen Kühlschrank ohne Tiefkühlfach und zusätzlich eine Kühltruhe anschaffen, die am besten im kühlsten Raum der Wohnung oder im Keller aufgestellt wird. Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte in kühler Umgebung auf. Kühlschrank oder Gefriertruhe nicht neben Heizung, Herd, Geschirrspüler oder Waschmaschine stellen. Die Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C spart ca. 3 % Strom bei Gefriergeräten und etwa 6 % bei Kühlgeräten.

Kühltruhen verbrauchen durchschnittlich 10 Prozent weniger Strom als Gefrierschränke gleichen Nutzinhaltes. Es lohnt sich über den Austausch alter Geräte nachzudenken, auch wenn sie noch funktionieren. Man sollte sie dann aber nicht als „Reservegerät“ in den Keller stellen und weiter betreiben, sondern sachgerecht im Wertstoffhof entsorgen Ein neuer energieeffizienter Kühlschrank verbraucht gegenüber älteren Modellen um bis zu 75 % weniger Energie. Finger weg von Geräten mit einer geringeren Energieeffizienzklasse als A+.

Ein Gefrierschrank sollte auf –18 °C, ein Kühlschrank auf etwa +8 °C eingestellt sein. Am besten überprüfen Sie die Temperatur mit Hilfe eines Thermometers.

Stellen Sie nur bereits abgekühlte Lebensmittel in Kühl- und Gefriergeräte. Lassen Sie Gefrorenes im Kühlschrank auftauen. Ein leichter Reifansatz an den Innenwänden der Geräte ist ganz normal. Wird der Reifansatz dicker oder bildet sich eine Eisschicht, erhöht sich der Stromverbrauch. In diesem Fall sollte man das Gerät abtauen. Die so genannte No-Frost-Funktion verhindert Eisbildung in Gefrierfächern, lästiges Abtauen entfällt. Allerdings geht sie mit Energieaufwand einher. Die No-Frost-Funktion ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn in das Gefrierfach durch häufiges Öffnen der Tür verstärkt Feuchtigkeit eintritt.


Waschmaschinen

Ein Waschgang kann schon 1 - 2 kWh Strom verbrauchen. Grundsätzlich sollte man deshalb nur eine volle Waschmaschine einschalten. 5 kg Wäsche entsprechen immerhin fast der Menge Schmutzwäsche, die ein Mensch in einer Woche produziert.
Wer Wäsche anstatt bei 60 °C nur bei 40 °C wäscht, spart 50 Prozent Strom ein. Auf 30 °C wird nur noch gut ein Drittel des Stroms im Vergleich zum 60 °C-Waschgang benötigt. Auf den Kochwaschgang zu verzichten, hat weder hygienische Nachteile noch wird die Wäsche weniger sauber. Zudem verschleißen Textilien bei hohen Waschtemperaturen schneller. Moderne Waschmittel und Wasserenthärter wirken bereits bei geringen Temperaturen.


Wäschetrockner

Grundsätzlich sind Wäschetrockner sehr energieintensive Geräte. Wäschetrockner mit Wärmepumpe sind zu empfehlen, da bei denen die Wärme aus der Abluft in die Wäsche zurückgeleitet wird. Der höhere Anschaffungspreis hat sich bei regelmäßigem Betrieb bereits nach durchschnittlich fünf Jahren rentiert, wenn der Strompreis konstant bliebe.
Kondensationstrockner verbrauchen mehr Energie als Ablufttrockner. Andererseits verbleibt bei diesen Modellen die ganze Energie im Aufstellraum und erhöht damit die Raumwärme in der kalten Jahreszeit.
Der energieeffizienteste Trockner ist die eigene Wäscheleine, im Garten, auf dem Balkon oder in einem dafür vorgesehenen und gut gelüfteten Kellerraum.


Kochherde

Grundsätzlich sollte man kleine Portionen fertiger Speisen in der Mikrowelle erhitzen (falls vorhanden) und für alles andere Töpfe, welche die Herdplatte ganz bedecken, mit gut schließenden Deckeln verwenden. Der Backofen empfiehlt sich nur, wenn er für das Gelingen der Rezeptur erforderlich ist, aber nicht zum Toasten oder Erwärmen von Speisen.

Die Angaben des Energielabels beziehen sich bei Herden nur auf die Backröhre, jedoch nicht auf die Kochplatten. Für die elektrische Kochstelle können daher nur allgemeine Angaben zu den unterschiedlichen Typen gemacht werden. Generell ist Gas die beste Alternative.

Induktionskochplatten verbrauchen am wenigsten
Strom, da die Wärme nur im Topfboden entsteht.
Allerdings sind sie in der Anschaffung teuer und
benötigen spezielles Kochgeschirr. Effizient genutzt wird die Energie von Glaskeramik-Kochfeldern, auf denen passende Töpfe verwendet werden. Am ungünstigsten
sind die klassischen Kochmulden mit gusseisernen Herdplatten, da sie viel Restwärme produzieren.


Kleine Küchengeräte

Elektrogrills, Mixer, Fritteusen oder Brotbackautomaten verbrauchen oft mehr Strom als gedacht. Werden sie nur selten genutzt, fällt das nicht sehr ins Gewicht - bei regelmäßiger Verwendung sollte
man sich jedoch auch über deren Effizienz Gedanken machen.


Kommunikation/Unterhaltung

Bei den meisten Kommunikations- und Unterhaltungsgeräten ist der Standby-Zustand für den Stromverbrauch entscheidend. Durchschnittlich zehn Prozent des privaten Stromverbrauchs geht auf das Konto technischer Geräte im Stand-by. Das bedeutet für den Durchschnittshaushalt knapp 100 Euro unnötige Kostenbelastung pro Jahr.

Deshalb sollte man diese Geräte, werden sie gerade nicht gebraucht, vollständig vom Netz trennen, ob mit einer schaltbaren Steckerleiste oder durch Ziehen des Steckers am Netzteil. Das gilt auch für Ladegeräte für Telefone, mobile Endgeräte, Spielestationen u.ä..

Neben den vielen Kleingeräten wie aufwändigen Handys, Digitalkameras und MP3-Playern erhö-hen moderne Fernsehgeräte den Stromverbrauch immens. Besonders Plasmafernseher sind wahre Stromfresser. Ihr Verbrauch ist bis zu viermal höher als der eines LCD-Fernsehers. Dabei gilt für alle Fernsehgeräte: Mit der Bildschirmdiagonale wächst der Stromverbrauch überproportional. Während ein 94-Zentimeter-Flachfernseher im Betriebszustand etwa 150 Watt schluckt, benötigt ein Gerät mit 117 Zentimetern Diagonale schon das Doppelte. Deshalb sollten Sie sich gerade dann, wenn Sie einen großen Bildschirm genießen möchten, an Stromsparlabeln orientieren. Auch empfiehlt es sich, das Heimkino nicht als Geräuschkulisse nebenher laufen zu lassen.

Dazu kommen zunehmend Geräte wie Decoder für Pay-TV oder digitales Fernsehen in unsere Haushalte, die im Vergleich zum einfachen Antennen- oder Kabelanschluss ebenfalls stromintensiver sind. Auch extra Audioboxen, die über ein eigenes Netzteil betrieben werden, gehören zu den heimlichen Stromfressern. Sie alle sollte man entweder ebenfalls per Steckerleistenschalter vom Netz trennen oder sich für ein Strom sparendes Modell entscheiden, wenn das Gerät 24 Stunden am Tag laufen soll.

Beleuchtung

Glühlampen kennen wir seit unserer Geburt, sind mit ihnen aufgewachsen und vertraut. Trotzdem: Sie sind technisch überholt.
Im Vergleich mit herkömmlichen Glühlampen sparen alle anderen Formen von Energiesparlampen. Glühlampen bringen einen Draht zum Glühen und wandeln etwa fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht um. Der Rest verpufft als Wärme. Heute gibt es kaum triftige Gründe, die technisch überholten "Glühbirnen" weiter brennen zu lassen. Glühlampen sollte man sofort durch Energiesparlampen ersetzen und nicht erst darauf warten, bis sie durchgebrannt sind. Sie machen sich meist bereits nach ein bis anderthalb Jahren bezahlt. Es gibt sie in nahezu allen Bauformen und Fassungen.

Deckenfluter sind beliebt, aber Stromfresser (oft 300 und mehr Watt Stromverbrauch). Im Deckenfluter werden häufig Halogenlampen mit hoher Wattzahl eingesetzt, die eine Spezialform haben. Ein Deckenfluter mit einem 300-Watt-Leuchtmittel verursacht in einem Jahr Stromkosten in Höhe von ca. 60 €. Meist ist das so viel oder mehr, als der Deckenfluter in der Anschaffung gekostet hat.

Energiesparlampen brennen zehnmal länger und der Stromverbrauch liegt dabei nur bei 20% gegenüber einer gleich hellen Glühlampe. Damit kann man rechnerisch über den Lebenszyklus etwa 160 € pro Lampe sparen: Eine 100 Watt-Glühlampe verursacht bei 10.000 Stunden Betrieb ca. 200 € Stromkosten. Hinzu kommen ca. 10 € Anschaffungskosten für 10 Glühlampen (Lebensdauer ca. 1.000 Stunden). Das ergibt Gesamtkosten von ca. 210 €.
Hingegen betragen bei einer 20 Watt Energiesparlampe (gleiche Leuchtkraft) die Stromkosten nur ca. 40 €. Trotz der höheren Anschaffungskosten von ca. 10 € (Sparlampe mit elektronischem Vorschaltgerät oder LED-Lampe) ergeben sich lediglich Gesamtkosten von ca. 50 €.

Konventionelle Energiesparlampen sind in aller Regel Kompaktleuchtstofflampen, und damit nicht sehr umweltfreundlich (giftige Leuchtmittel). Sie sind als Sondermüll zu entsorgen!

Halogenlampen sind keine Energiesparlampen. Halogenlampen haben im Vergleich zu konventionellen Glühlampen zwar eine rund doppelt so hohe Lebensdauer – etwa 2.000 Betriebsstunden – und eine bis zu doppelt so hohe Lichtausbeute, jedoch ist die Lichtausbeute der Halogenlampe im Vergleich zur „echten“ Energiesparlampe etwa dreimal schlechter.

Die Zukunft gehört eindeutig den LED-Leuchtmitteln!
Eine große Wohnung oder ein Einfamilienhaus können mit dieser Technik bereits mit weniger als 500 W gut beleuchtet werden!
LED’s sind sehr lange haltbar und noch sparsamer als Energiesparlampen. Allerdings waren sie bisher nur begrenzt z.B. als Zusatzlicht einsetzbar. Das Problem war die geringe Lichtausbeute. Inzwischen haben sich aber die etablierten Hersteller von Glüh- und Leuchtstofflampen des LED-Themas angenommen. Derzeit haben die Markenhersteller noch gewisse Vorteile bei Lichtausbeute und Lebensdauer. „Discounter- und Baumarktware“ ist aber durchaus in guter Qualität zu vernünftigen Preisen erhältlich und einsetzbar.

Die Angaben bei den LED-Leuchtmitteln sind teilweise noch ungewohnt und verwirrend.


Helligkeit wird in Lumen gemessen.
Für gemütliches Licht in Wohn- und Schlafzimmern sollten 100-150 Lumen/m2 vorgesehen werden. In Bädern und Küchen sollte es heller sein, 150-300 Lumen/m2 sind hier richtig.


Die Lichtfarbe wird in Kelvin gemessen.
Die Lichtfarbe bestimmt die Stimmung und das Wohlgefühl. Je höher der Kelvin-Wert ist, desto kälter wirkt das Licht auf uns. Wohnliches Licht hat 2.700-3.000 Kelvin (auch als warmweiß bezeichnet), Arbeitslicht etwa 3.000-5.000 Kelvin (auch als kaltweiß bezeichnet).

Der Farbwiedergabeindex Ra beschreibt die Wirkung des Lichtes auf das farbliche Aussehen der angeleuchteten Gegenstände. Ein Wert von 80-100 Ra garantiert natürliches Aussehen.


Häufig werden bei den neuen Leuchtmitteln als Vergleichswert die Watt-Zahl konventioneller Glühbirnen angegeben. Das ist oft nicht so ganz richtig. Rechnen Sie lieber selbst die benötigten Lumen-Werte aus und legen sich auf die Farbe mit dem Kelvin-Wert fest. Eine Bandbreite von 10-15% ist dann durchaus akzeptabel.

Als Beispiel: Ein 24 m2 Wohnzimmer mit einer Deckenlampe mit 4 Leuchtmitteln soll umgestellt werden.
Bedarf = 24 m2 x 100 Lumen/m2 = 2.400 Lumen / 4 Leuchtmittel = 600 Lumen/Leuchtmittel
... mit 2.700-3.000 Kelvin Lichtfarbe

Heizkosten sparen

Ohne wesentliche Investitionen kann man aber natürlich auch bei den Heizkosten sparen. Heizen ist nicht nur teuer, sondern auch der mit Abstand größte Energieverbraucher und CO2-Verursacher. Zu wenig heizen ist allerdings auch nicht empfehlenswert. Es wird ungemütlich und die Schimmelgefahr steigt. Mit der richtigen Methode beim Heizen und Lüften kann man aber Heizkosten senken, die Umwelt schonen und Schimmelbildung vermeiden.
  • Wärmeverluste am Abend und in der Nacht vermindern durch Schließen von Fensterläden und Rollläden, da über die Fensterflächen viel Wärme nach außen abgestrahlt wird (Verbrauch sinkt um bis zu 20%). Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt.
  • Heizkörper nicht abdecken oder zustellen, da die erwärmte Luft sich sonst nicht im Raum verteilen kann. Das heißt: Möbel und Vorhänge gehören nicht vor Heizkörper und Thermostatventile
  • Heizkörpernischen zusätzlich isolieren. Bringen Sie eine Isolationsschicht (je nach Platz hinter dem Heizkörper) aus Dämmfolie hinter dem Heizkörper an (3-5 cm Abstand sollten hinter dem Heizkörper übrig bleiben), um zu verhindern, dass die Wärme über die Außenwand entweicht. Mit einer Dämmfolie auf der Unterseite der Fensterbretter fühlen sich die Blumen auf dem Fensterbrett besser, und weniger Wärme wird über das Fensterbrett ins Mauerwerk geleitet.
  • Raumtemperatur „zimmer- und zeitgerecht“ einstellen über programmierbare Heizkörperthermostate (Einsparungen bis 10% der Kosten sind möglich!). Jedes Grad Raumtemperatur mehr verteuert die Heizkostenrechnung. Die Raumtemperatur sollte im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 °C betragen, sofern die Temperatur als behaglich empfunden wird. Jedes Grad weniger spart Heizenergie. Die Empfehlung für andere Räume: in der Kü-che: 18 °C, im Schlafzimmer: 17 °C. Entscheidend ist in allen Fällen die individuelle Behaglichkeitstemperatur. Sie hängt vor allem von der raumseitigen Oberflächentemperatur der Wände und Fenster ab.
  • Senken Sie die Raumtemperatur nachts oder tagsüber, wenn sie einige Stunden lang nicht da sind, um einige Grad auf etwa 18 °C ab. Bei Abwesenheit von wenigen Tagen sollte die Temperatur auf 15 °C, bei längerer Abwesenheit noch etwas niedriger eingestellt werden. Während der Nachtstunden kann die Raumtemperatur in Wohn- und Arbeitsräumen um 5 °C gesenkt werden. Vorteil der programmierbaren Thermostate: Geht man morgens aus dem Haus, schaltet das Thermostat beispielsweise auf eine niedrigere Temperatur. Kommt man abends wieder nach Hause, stellt der Regler rechtzeitig eine angenehme Raumtemperatur ein.
  • Richtig Lüften! Auch in ausreichend beheizten Räumen sammelt sich nach und nach Feuchtigkeit an. In einem Vierpersonenhaushalt werden täglich durch Atmen, Duschen, Kochen und Waschen etwa zwölf Liter Flüssigkeit an die Luft abgegeben. Darum ist regelmä-ßiges Lüften in der Heizsaison unerlässlich, um die Feuchtigkeit in Wohnräumen zu verringern und eine gute Luftqualität zu gewährleisten. Dabei ist es wirksamer, mehrmals täglich die Fenster ganz zu öffnen und fünf Minuten kurz und kräftig durchzulüften („stoßlüften“), als sie dauerhaft gekippt zu lassen. Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden, um eine Schimmelbildung durch Feuchtigkeit zu vermeiden.
  • Abdichten älterer Türen, Fenster und Rollladen. Viel Energie geht durch Zugluft an Fenstern und Türen verloren. Dichten Sie poröse und undichte Fenster und Türen mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen aus dem Baummarkt ab. Für Rollladenkästen gibt es ebenfalls Dämmmaterialien, mit denen man die „Hohlräume“ im Rollladenkasten auffüllt und zusätzliche Wärmedämmung erreicht. Die altbekannte Zugluft am Austritt des Rollladengurtes verhindert man mit einfach anzubringenden Gurtführungen, die über integrierte Bürsten die Zugluft verhindern.