SOLARENERGIE

In jeder Diskussion zur Energiewende werden sie früher oder später erwähnt: Photovoltaikanlagen – die Minikraftwerke für Jedermann zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht.

Fotovoltaik

Der Strom aus Photovoltaik wird vom örtlichen Netzbetreiber abgenommen und durch die Einspeisevergütung zwanzig Jahre lang zu einem festgelegten Tarif vergütet.

Die Vorteile von Photovoltaikanlagen:
  • Nutzung kostenloser erneuerbarer Energie
  • wartungsarme, ausgereifte Technik mit mehrjähriger Herstellergarantie auf Solarmodule
  • Photovoltaik-Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
  • Einspeisevergütung des Solarstroms, plus Vergütung bei Eigenverbrauch
  • Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz (CO2-Einsparung durch Photovoltaik)
  • mögliche Unabhängigkeit von Strompreisen und –netzen

Die Nachteile:
  • immer noch hohe Investitionskosten von Photovoltaikanlagen
  • ein gewisses Sicherheitsrisiko bei Wartungs-, Reinigungs- oder Löscharbeiten (im Brandfall der Photovoltaikanlagen)
  • ggf. muss eine Photovoltaik-Zusatzversicherung abgeschlossen werden
  • steigende EEG-Umlage für alle Verbraucher

Auf den „Ertrag“ der Anlage gehen natürlich sehr stark unsere Sonnenstunden sowie die Fläche und Ausrichtung des Daches ein. Mittlerweile gibt es auch „bezahlbare“ Batterieböcke, die es wirtschaftlich sinnvoll erlauben den Eigenbedarf an Strom zu 85% aus dem eigenen „Kraftwerk“ zu decken.

Die Kosten des Systems hängen immer noch sehr stark ab von den verwendeten Komponenten, ob Markenhersteller oder no-name.

Die erforderlichen Investitionen für ein Einfamilienhaus liegen im Bereich von 16.000 € bis 26.000 € und können sich innerhalb von 12 Jahren bezahlt machen. Danach spart man sich nicht nur die eigene Stromrechnung sondern „verdient“ auch noch 500-600 €/Jahr am überschüssigen Strom.

Solarthermie

Solarthermie ist die Umwandlung von Sonnenstrahlung in nutzbare thermische Energie. Zur Umwandlung dienen Solaranlagen. Mit Solaranlagen können Sie beispielsweise Ihr Brauchwasser erwärmen oder Ihr Heizungssystem unterstützen. Heutige Sonnenkollektoren namhafter Hersteller arbeiten so effektiv, dass sie 40 bis 60 Prozent der Energie liefern, die Sie für Ihre Warmwassererwärmung benötigen. Als Ergänzung zu einem effizienten Heizungssystem hilft Solarthermie, Heizkosten zu sparen.

Besonders vorteilhaft sind Solaranlagen bei der Wassererwärmung im Sommer: Zwischen Mai und September können hochwertige Solaranlagen den Warmwasserbedarf eines durchschnittlichen Haushalts vollständig decken. Im Winter reicht es immerhin noch dazu, das Brauchwasser vorzuwärmen. Die nötige Restwärme liefert dann die konventionelle Heizung.

Günstig ist außerdem der Einsatz von Solarthermie zur Heizungsunterstützung: Im Gegensatz zu reinen „Warmwasseranlagen“ sind bei Solaranlagen, die mitheizen, die Sonnenkollektorfläche aber deutlich größer zu dimensionieren. In der Anschaffung sind sie dadurch auch deutlich teuer.

Als Faustregel für den Sonnenkollektor-Flächenbedarf von Solaranlagen gilt:
  • für die Brauchwassererwärmung 1 bis 1,5 m2 Kollektorfläche pro Person im Haushalt
  • für die Brauchwassererwärmung + Heizungsunterstützung ca. 1 m2 je 10 m2 Wohnfläche bei einem gut gedämmten Einfamilienhaus (Effizienzhaus-Standard)

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Kollektoren nicht durch Bäume, Dachgauben oder andere Gebäude abgeschattet werden. Auch Teilverschattungen senken bereits deutlich den Solarertrag von Solaranlagen.

Vorteile der Solarthermie:
  • kombinierbar mit anderen Heizsystemen (In Kombination sind Solar- und Brennwert-Technik besonders effizient, da die Solarthermie die Heizungsanlage unterstützt. Noch effizienter arbeiten Solaranlagen mit Wärmepumpen zusammen).
  • langlebig (Qualitativ hochwertige Solaranlagen können noch nach über 30 Jahren Wärme produzieren. Auf die Funktionsfähigkeit der einzelnen Komponenten von Solaranlagen geben viele Hersteller eine langjährige Garantie).
  • wartungsarm (Solaranlagen sind einfach zu installieren. Die Betriebs- und Wartungskosten für Solaranlagen sind dank ausgereifter Solarthermie - Technik relativ gering).
  • umweltfreundlich (Solarthermie ist sauber, geräusch- und emissionsfrei sowie reduziert man den Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas. Kein Ausstoß des Treibhausgases CO2).

Nachteile der Solarthermie:
  • wetterabhängig (Der Ertrag der Solarthermie ist abhängig von der Sonneneinstrahlung)
  • standortabhängig (Die Sonnenkollektoren benötigen eine geneigte Dachfläche und mögliche Ausrichtung von Südost bis Südwest . Schattenbildung durch hohe Nachbargebäude sowie Bäume können die Nutzung beeinträchtigen)
  • für Bestandsimmobilien ggf. ungeeignet (Bei bestehenden Gebäuden lassen Fläche, Neigungswinkel und Himmelsrichtung von Dächern oft keine ausreichende Nutzung der Sonnenenergie zu)

Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist möglich. Bei Erstinstallation von Solarkollektoranlagen bis 40 m² beträgt die Förderung 90 € je angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche, mindestens jedoch 1.500 €. Ihr Energieberater und/oder der ausführende Fachbetrieb werden Sie hier bei der Beantragung und Abwicklung unterstützen.